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NEUES VON DEN NATURFORSCHER

Narzissen
Taubnessel
Kirschblüte

„Was blüht denn da?“

März und April 2019

 

Die Bienen summen in den Bäumen, die Schmetterlinge flattern über die Wiesen, und die meisten Zugvögel sind wieder bei uns im Kahlgrund angekommen.

 

Wir Naturforscher sind ja fit wie die Turnschuhe und wandern täglich über Stock und Stein, aber was so mancher kleiner Zugvogel in dieser Zeit leistet, ist kaum zu glauben.

Habt ihr gewusst, dass Rauchschwalben jetzt aus Afrika kommen und in nur wenigen Tagen bis zu 10.000 km zurücklegen? Manche Vögel kommen sogar aus Indien oder der Arktis.

Aber nicht nur bei den Tieren, auch in der Pflanzenwelt tut sich gerade so einiges. 

Auf unseren letzten Exkursionen haben wir fast täglich Neues gesehen und konnten den Frühling fasst schmecken. Überall wächst und sprießt es, und wir Naturforscher lernen viele neue Blumen und Baumarten kennen.

Zuerst sagten die Frühblüher uns guten Tag, wie z.B. das Schneeglöckchen oder das Buschwindröschen.

Mittlerweile sind viele andere Arten hinzugekommen.

Narzissen, Schlüsselblumen oder die Taubnesseln kennen wir alle schon.

Wenn wir zusammen unsere Zungenbrecherpflanzen üben, lachen wir uns regelmäßig schlapp. Hyazinthe und Forsythie, wer denkt sich denn solche Namen aus?

 

 

Schlüsselblume
Löwenzahn
Birke
Eiche

 Aber auch bei den Bäumen sind wir schon richtige Profis. Birken haben weiße Rinde, Eichen haben raue Borke, und Kirschen haben Querstreifen auf ihrem Stamm.

 

 Für Naturforscher nichts Neues. Wir sind gespannt, was uns die nächsten Tage für Überraschungen bringen.

 

Kirsche

 

Schwarzwild im Original

Das Reh ist nicht die Frau vom Hirsch“

01.03.2019

 

Die ganze Woche hat uns die Sonne mit traumhaftem Wetter verwöhnt. Teilweise stiegen die Temperaturen schon am Mittag auf knapp 20°C. Was für ein verrücktes Februarwetter.

Aber wie sollte es auch anders sein, pünktlich zum heutigen Wochenhighlight fing es an zu regnen. Was ein richtiger Naturforscher ist, der lässt sich aber von ein paar dunklen Regenwolken nicht ins Boxhorn jagen. Mit dem Bus der Seniorentagesstätte und der Unterstützung von Frau Fischer ging unsere heutige Reise tief in den Spessart. Im Wildpark Heigenbrücken wurde unser heimisches Wild einmal genau unter die Lupe genommen. Wildschweine, Damwild und Rotwild konnten wir ganz nah beobachten und bei den Muffeln gab es sogar schon die ersten Osterlämmer zu bestaunen. Wir wissen jetzt, dass das Reh nicht die Frau vom Hirsch ist, dass Hirsche ihr Geweih jedes Jahr abwerfen, oder das die Familie bei den Wildschweinen aus Bache, Keiler und Frischlingen besteht.

Schwarzwild Imitation
Luke fand es auch toll

Nachdem alle mitgebrachten Leckereien an die Tiere verfüttert wurden, ging es auf den tollen Abenteuerspielplatz zum Toben. So im Regen macht das Ganze noch viel mehr Spaß als sonst. Gegen Mittag waren alle Naturforscher wieder im Kindergarten und erzählten den daheimgebliebenen Kindern von ihren Abenteuern im wilden Spessart.

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Frau Fischer, die Mama von Leon, die uns heute als zusätzliche Naturforscherfahrerin unterstützt hat und an die Seniorentagesstätte, die uns ihren Bus zur Verfügung gestellt hat.

 


 

„Backe Backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen“

 

19.02.2019


Die Sonne scheint, die ersten Frühjahrsblumen blühen und der ein oder andere Schmetterling ist auch schon unterwegs. Für uns Naturforscher der Startschuss in ein neues Abenteuer. Wenn wir an unserer Sicherheits- und Laufleine im Entenmarsch durch unser Dorf laufen, ist das für viele Schöllkrippener bereits ein bekanntes Bild und viele nette Bekanntschaften sind dadurch entstanden. Auch heute waren wir wieder im Dorf unterwegs, als uns plötzlich der Duft von frischem Brot und Gebäck in die Nase stieg. Der Sache mussten wir auf den Grund gehen. Neugierig und voller Tatendrang standen wir vor der Backstube der Bäckerei Pfarr und fragten Michael Pfarr, ob wir ihm bei seiner Arbeit über die Schulter schauen dürfen. Dieser freute sich sehr über unseren Besuch und dem Abenteuer Backstube stand nichts mehr im Weg.

Die Bäckergesellen hatten viel zu tun. Überall wurde geknetet und gerührt, Backöfen mit Brötchen bestückt, oder Blätterteig gewalzt. Wir staunten nicht schlecht, als für uns Naturforscher alle Maschinen erklärt wurden und sogar bunte Dinos gebacken wurden. Diese wurden frisch aus dem Ofen, noch warm, verputzt. Max und Moritz von Wilhelm Busch hatten bekanntlich nicht so viel Spaß beim Bäcker. Wir aber haben heute viel über dieses alte Handwerk gelernt und einen tollen Naturforschertag verbracht.

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Michael Pfarr und sein Bäckerteam, für diesen tollen Einblick in diese alte Handwerkskunst.


 

„Töpfern auf dem Reuschberg“

10.02.19


Auf einer unserer Expeditionen fiel uns ein altes Hofgut auf dem Reuschberg auf. Versteckt hinter dicken Mauern und Hecken vermuteten wir zunächst eine Räuberburg oder gar das Schloss von Dornröschen. Pfauen sitzen dort in den Bäumen und es gibt sogar einen alten Turm zu bestaunen. Wir Naturforscher nahmen all unseren Mut zusammen und klopften am großen Tor. Gespannt wie die Flitzebögen rechneten wir mit Rittern oder Räubern. Es öffnete sich das Tor und Martina Klostermann stand vor uns. Sie wohnt mit einigen Freunden auf dem Anwesen und betreibt dort eine Töpferei. Wir schlossen schnell Freundschaft und waren von ihrer Arbeit begeistert.

Töpfern mussten wir unbedingt auch einmal ausprobieren. Martina lud uns ein, ihr über die Schulter zu schauen und selbst mit Ton kreativ zu werden. Es wurde geknetet, gepämpelt, gerollt und gematscht, modelliert und gemalt. Was hatten wir einen Spaß. Alle Kinder schufen wunderschöne Kunstwerke, und Martina töpferte uns sogar einen tollen Krug und einen extra großen Teller, der unseren Naturraum verschönern wird. Zum krönenden Abschluss wurden wir noch mit leckerem Tee bewirtet und durften mit Gemüse den zahmen Damhirsch füttern. Was für ein Erlebnis.

 

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Martina Klostermann von der Töpferei „Ton Feuer Sterne“ auf dem Reuschberg, die es den Kindern auch in Zukunft ermöglichen wird, bei ihr kreativ zu sein. Wir Naturforscher freuen uns schon sehr auf den nächsten Besuch bei ihr.


 

Mit der Bembel on tour
Kleiner Faulpelz

„Mit der Bembel ins Abenteuerland“

08.02.19

 

So kurz vor dem Wochenende kam uns Naturforschern eine tolle Idee. Wir fahren mit der Eisenbahn hinaus in die weite Welt. Nach Norwegen zu den Eisbären, oder in den brasilianischen Regenwald, waren unsere Traumziele. Aber Moment, bei uns im Kindergarten gibt es ja immer pünktlich um 13 Uhr Mittagessen und heute standen Spaghetti mit Tomatensoße auf dem Speiseplan. Die Reise zu den Eisbären musste also leider verschoben werden. Ein neues Ziel war schnell gefunden:

der Abenteuerspielplatz in Alzenau.

Nach einer spannenden Zugfahrt mit der Bembel, kamen wir bei einer riesigen Burg aus dem Mittelalter an. Bestimmt auch ein tolles Ausflugsziel für die Zukunft. Nach kurzer Wanderung durch die Stadt waren wir auch schon da. Rutschen, Wippen, Klettergerüste und eine riesige Röhrenrutsche wurden von uns Naturforschern ausgiebig getestet. Wir hatten einen riesen Spaß! Unser jüngster Naturforscher war heute auch dabei, Luke der kleine Hundewelpe von Marlèn. Er wurde von uns allen sehr schnell ins Herz geschlossen.
Unser Nachhauseweg führte uns an der Kahl entlang. Dort sahen wir zum krönenden Abschluss unserer Expedition eine seltene Wasseramsel.

Naturforscherpause
Der Abenteuerspielplatz

 Dieser Vogel lebt am Wasser und kann sogar tauchen, um an Würmer und Schnecken am Bachgrund zu kommen.

Wieder im Kindergarten zurück, schmeckten uns die Spaghetti mit Tomatensoße übrigens super lecker.

Wasseramsel

 

„Die Zeitreise“
18. und 19.01.19


Dunkle Wolken, Wind und nasskaltes Wetter. Da vergeht selbst dem motiviertesten Naturforscher die Lust auf einen Spaziergang im Freien. 
Eine prima Idee musste her. Warum besuchen wir nicht mal Karin Thoma im Sackhaus und schauen uns das Museum vom Heimat- und Geschichtsverein Oberer Kahlgrund an? 
Schnell waren Mützen und Jacken angezogen und alle Naturforscher auf dem Weg ins Dorf. 
Wir staunten nicht schlecht, was es in diesem Museum alles zu sehen gab. Alte Münzen aus der Römerzeit, ein Brautkleid aus dem 18. Jahrhundert oder eine uralte Soldatenkiste. Eine Sache fanden wir aber besonders interessant. Die Küche aus Uromas Zeiten. Fast alle Küchengeräte waren aus Holz und funktionierten ohne Strom und Plastik. Kaum zu glauben. Karin zeigte uns wie früher gekocht und gewirtschaftet wurde. Sowas müssen wir im Kindergarten unbedingt auch einmal austesten.

Nach unserem Museumsbesuch ging es auf einen kurzen Abstecher zu den Senioren aus der Tagespflege im Sackhaus. Oma Erika hatte heute Geburtstag. Natürlich gab es da von uns ein kleines Ständchen. 


Am nächsten Tag im Kindergarten wurde unser neu erlangtes Museums-Wissen aus vergangenen Tagen in die Praxis umgesetzt. Wir Naturforscher machten unseren eigenen Brotaufstrich. Mit vereinten Kräften schlugen wir die Sahne. Nach ca 15 Minuten und einigen Arbeitsschritten, entstand unsere erste selbstgemachte Butter.

Mit dem frischen Brot vom Bäcker Denk war das ein wahres Festmahl für uns.

(Rezept siehe Foto).


Schnell waren alle Brote verputzt und wir Naturforscher bereit für unser nächstes Abenteuer.


 

„Naturforscher als Umweltpolizei.“
15.01.2019

 

Seit fast 5 Monaten streifen die Naturforscher nun durch den Kahlgrund. Immer auf der Suche nach Interessantem und Neuem. Tolle Momente haben wir seit dem erlebt und auch viele neue Menschen auf unseren Touren kennengelernt. 
Leider gibt es nicht nur Schönes zu sehen. Viel Müll und Unrat liegt häufig an den Wegesrändern. Selbst im tiefsten Forst ist allerlei Gerümpel und Abfall zu finden. 
Warum werfen die Menschen einfach ihren Abfall in die Natur? Diese Frage stellten wir uns sehr oft.
Uns Naturforschern stinkt das seit langem, und daher beschlossen wir, etwas gegen diese Umweltverschmutzung zu tun.  
Gesagt getan. Ausgerüstet mit Bollerwagen, Müllsäcken, Gummihandschuhen und Abfallgreifern ging es am nächsten Morgen auf Aufräumtour.

Die mitgebrachten Müllsäcke füllten sich schnell und viel Kurioses wurde von den Kindern gefunden. Ein alter Fußball, ein Damenschuh und gar ein großer Autositz, waren unter den Fundstücken.  
Am Ende der Aufräumaktion besuchten wir unseren Bürgermeister Herrn Pistner im Rathaus, und übergaben ihm mit breiter Brust unsere Ausbeute. 
Dieser freute sich über unser Engagement und bedankte sich sehr für diesen ehrenamtlichen Einsatz.
Vielen Dank an die Gemeindeverwaltung, die uns das passende Equipment für diese Aufräumaktion zur Verfügung stellte. 


 

Schlafender Waschbär in Kiefer

„Die Bärenhöhle.“
10.01.2019

Obwohl wir sehr lange mit Frau Holle telefoniert hatten, blieb der erhoffte Schnee bisher aus. Unsere geplanten Schlittenfahrten und Schneeballschlachten müssen wohl noch ein bisschen warten. Was aber ein richtiger Naturforscher ist, der lässt sich von ein wenig Wind und Regen nicht ins Boxhorn jagen.

So ging es auch dieses Jahr, warm eingepackt hinaus in den Wald. Hier gab es wie immer viel zu sehen. Heute fiel unser besonderes Augenmerk auf die verschiedenen Tierspuren, die überall am Boden zu sehen waren. Kleine Spuren von Mäusen, die wie eine Perlenschnur aussahen, Fuchs- und Dachsspuren mit ihren Krallen, bis hin zu den großen Abdrücken von Wildschweinen und Hirschen. Auf einer Wiese hatten die Wildschweine diese sogar ganz umgebrochen. So nennt es der Landwirt, wenn Wildschweine auf der Suche nach Futter die Wiesen und Felder umwühlen. Eine Spur war aber besonders interessant. Die Spur des Waschbären, die fast so aussieht, wie die eines Naturforschers, nur kleiner. Der Waschbär ist nämlich, genau wie wir Menschen, ein Sohlengänger.

Richtige Bären bei uns im Spessart, wer hätte das gedacht?

Waschbärspuren

Während eines kurzen Schneeschauers kam einer unserer Forscher auf die Idee, für die wilden Bären einen Winterunterschlupf zu bauen. Schließlich sollen die es ja bei diesen Temperaturen auch mollig warm haben. Gesagt getan. Aus allen Ecken und Winkeln des Waldes trugen die Kinder dicke Äste, Laub, Zweige, Moos und allerlei Steine zusammen. Es entstand eine tolle Bärenhöhle, die nach verrichteter Arbeit zufrieden begutachtet und getestet wurde. Bei einer solch komfortablen Unterkunft wird es bestimmt nicht lange dauern, bis  die ersten Spessartbären in ihr neues Zuhause einziehen.

Unser Wikingerrastplatz

 

„Im Wassermann-Schwarzerlen-Zauberwald“

20.12.2018

 

Kurz vor dem Weihnachtsfest ging es mit den Naturforschern auf unsere letzte große Entdeckungstour im alten Jahr.

 

Aus alten Geschichten hatten wir erfahren, dass an unserem Bach ein alter grüner Wassermann leben soll. Versteckt an der Kahl bewacht er dort einen Schatz aus dem immer wieder alte Münzen und andere Gegenstände im Bachbett gefunden werden. Dieser Geschichte mussten wir auf den Grund gehen.

 

Unser erstes Hindernis war die große Kuhwiese. Hier galt es geschickt den großen Kuhfladen aus dem Weg zu gehen und mit sauberen Schuhen an der Kahl anzukommen. Für uns erfahrene Forscher kein großes Problem.

 

Angekommen, kämpften wir uns im Entenmarsch am Ufer entlang und staunten nicht schlecht als wir plötzlich vor einer echten Eisvogelhöhle standen. Die Eisvögel bauen kein Nest für ihre Jungen, sondern graben eine Höhle in die steile Uferwand. Wenn Aufzuchtzeit ist, erkennt man das immer an den weißen Kotspritzern unterhalb der Röhre. Wir Naturforscher wissen das natürlich.

 

Eisvogelbrutröhre

Weiter ging es durch den dunklen Erlenbruch. Vorbei an der Burg unseres alten Bekannten dem Biber bis schließlich zu einem Punkt der Expedition, an der es nicht weiterging.

 

Eine Bachüberquerung musste geplant werden. Gemeinsam suchten wir nach einer Lösung und fanden zum Glück eine geeignete Stelle für unser Unterfangen. Für unser Gemeinschaftsgefühl eine tolle Erfahrung.

 

Stolz wie Oskar konnten wir jetzt unsere wohlverdiente Brotzeit einnehmen. Den Schatz des Wassermann´s haben wir heute leider nicht gefunden, hatten aber trotzdem eine Menge Spaß.


 

„Mit wilden Schwingen über den Spessart.“

14.12.2018

 

Auch heute war unser Ziel der Wald. So kurz vor dem Wochenende galt es, überschüssige Energie loszuwerden und Abenteuer in der freien Natur zu bestehen.

 

Kaum am Waldrand angekommen, staunten die Naturforscher nicht schlecht. Ein Mann mit einem großen Vogel auf dem Arm? Wer konnte das bloß sein? Es war Bernd Lorenz, ein bekannter und sehr erfahrener Falkner, der von unserer Naturgruppe gehört hatte und uns besuchen wollte.

 

Natürlich hatte er auch seinen Harris Hawk, einen amerikanischen Habicht dabei. Wo Henriette die Habichtsdame ist, da dürfen Fredi und Fredelinchen, die beiden Frettchen und die Hündin Cora nicht fehlen. Das tierische Quartett ist ein eingespieltes Team. Über so eine bunte Truppe staunten die Naturforscher nicht schlecht und schlossen alle sehr schnell in ihr Herz.

 

Unsere neuen vierbeinigen Freunde genossen die ein oder andere Streicheleinheit und freuten sich über so viel Aufmerksamkeit. Bernd Lorenz beantwortete all unsere Fragen und brachte uns sehr viel über die Greifvögel und die Falknerei bei. 

Die anschließende Flugvorführung mit atemberaubenden Flugmanövern des Habichts war schließlich der Höhepunkt des Vormittags.

 

Einige Anwesende durften im Anschluss Henriette auf die Hand nehmen. Erinnerungen, die so schnell nicht vergessen werden. Nach einer überschwänglichen Verabschiedung ging es zurück in den Kindergarten, wo ein leckeres Mittagessen bereits auf uns wartete.

 

Wir danken Bernd Lorenz sehr für die Unterstützung unserer Naturforschergruppe und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

 

Einen Gruß auch an Frau Pfaff vom Main-Echo, die uns heute begleitete.

 

Allen Lesern wünschen wir ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.


 

„Heulen mit den Wölfen"

10.12.2018

 

Rechtzeitig zu Wochenbeginn flaute das Sturmtief über dem Spessart ab und erlaubte unseren Naturforschern auf Entdeckungstour zu gehen.

 

Eingemummelt in Matschhose und dicken Jacken war unser Ziel der geheime Feenwald mitten im Spessart. Ein uriger alter Naturwald mit alten Eichen und Buchen, in dem hinter jeder Ecke Feen und Elfen zu finden sind.

 

Auf dem Weg dorthin sahen wir einige Mistelzweige in den Obstbäumen hängen. Die Misteln ernähren sich teilweise vom Pflanzensaft der Bäume, daher nennen wir Naturforscher sie auch „Vampirpflanzen“ Ihre klebrigen Früchte wurden von uns genau unter die Lupe genommen.

 

Nach einer fröhlichen Wanderung waren wir im Wald angekommen. Um die Feen und Elfen nicht zu verjagen, verhielten wir uns ruhig und vorsichtig. Leider bekamen wir trotz aller Zuversicht nicht ein Zauberwesen zu Gesicht.

 

Ein neuer Plan musste her. Alle Naturforscher bauten mit Stocken, Moos und Laub eine große Wolfshöhle.

 Ein prächtiges Bauwerk was mit einem lauten Wolfsgeheul-Konzert eingeweiht wurde. Aber auch hier antwortete uns leider kein wilder Artgenosse.

 

Daher griffen wir auf unsere mitgebrachte Brotzeit zurück und stärkten uns mit Tee und frischem Broten. Zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken kehrten wir gegen Mittag in unseren Kindergarten ein.

 

Ein weiterer Tag als Naturforscher war vollbracht.


 

Das Weihnachtsbaum-Abenteuer  

5.12.2018

                                                     

Noch knapp 3 Wochen bis zum Weihnachtsfest und noch immer kein Weihnachtsbaum bei uns im Kindergarten.

 

Diesem Problem nahmen sich heute unsere jungen Naturforscher an und zogen, bewaffnet mit Bollerwagen, Säge, Kinderpunsch und belegten Broten, in den Spessart. Es galt den schönsten Weihnachtsbaum im Wald zu finden und diesen im Kindergarten aufzustellen.

 

Gesagt getan. Wanderern, die wir auf unserem Weg begegneten, wurde stolz von unserem Unterfangen erzählt und im Wald angekommen, wurde jeder potentielle Baum genau unter die Lupe genommen. Natürlich durfte er nicht zu klein oder groß und möglichst schön grün benadelt sein. Der Baum musste schließlich allen Kindern gefallen.

 

Auf der Suche begegneten wir einigen Tieren, so sahen wir 2 Rehe im Unterholz und hörten den größten Singvogel des Waldes, den Kolkraben.

 

In der Nähe der Rodberghütte sahen wir kurz etwas Rotes aufblitzen, und einige Kinder meinten den Weihnachtsmann gesehen zu haben. Frische Abdrücke von seinen Rentieren haben wir jedenfalls gefunden.

 

Jetzt war es soweit. Der passende Weihnachtsbaum war gefunden. Gemeinsam sägten wir ihn ab und zogen ihn mit einem Seil mit vereinten Kräften auf den nächsten Waldweg.

 

Diese harte Waldarbeit musste natürlich mit einer Brotzeit direkt vor Ort belohnt werden. 

Marlèn´s  Kinderpunsch und die frischen Brote kamen zum Einsatz und waren an der frischen Luft schnell verspeist.

 

Gestärkt und mit guter Laune ging es jetzt zurück zum Kindergarten, wo der Weihnachtsbaum gemeinsam mit den Mittagskindern aufgestellt und geschmückt wurde.

 

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an das Bayerische Forstamt Heigenbrücken, die uns dieses Abenteuer ermöglichten.


 

„Biberwanderung an der Kahl“    

6.11.18

 

Heute Morgen haben wir dem Biber an der Kahl besucht.

 

Diese großen Nagetiere waren viele Jahre bei uns in Bayern ausgestorben. Seit einiger Zeit kann man sie aber wieder mit ein wenig Glück bei uns im Spessart beobachten.

 

Nach kurzer gemeinsamer Wanderung, nahmen die Naturforscher die Kahl genauer unter die Lupe und fanden nach einigem Suchen die ersten Spuren des Bibers. Große Schwarzerlen waren direkt am Ufer angenagt. Wir konnten deutlich die Nagespuren der großen Biberzähne sehen und waren fasziniert wieviel Kraft so ein Biber hat. Nach einiger Zeit fanden wir sogar die Biberburg. Hier hatten die großen Nager den Bach gestaut und einen richtigen kleinen Damm errichtet.

 

Nachdem alle Fragen zum Thema Biber beantwortet waren, zogen sich die Naturforscher vorsichtig zurück um die Tiere nicht unnötig zu stören.  

Am nahegelegenen Weiher des Angelvereins suchten wir dann nach anderen Tieren.

Leider waren Familie Krebs und Familie Eisvogel heute nicht zu Hause.

 

Von so viel Forschen und Entdecken bekamen die jungen Naturforscher Hunger.

Ein Apfelbaum mit leuchtend roten Äpfel lud uns zu einer Apfelpause ein. Direkt vom Baum gepflückt schmecken die Äpfel am besten.

 

Den Weg zum Kindergarten nutzen wir dann um nochmal die gelernten Sankt Martin Lieder zu üben. Kommenden Freitag ist ja schließlich der große Laternenumzug.   


 

"Zu Besuch in der Apfelkelterei"    

25.10.2018

                                                                    

Heute stand ein Besuch bei Christoph Lorenz und seinem Sohn Noah auf dem Plan der Naturforscher.

 

Herr Lorenz ist ein bekannter Fachmann, wenn es um das Thema Apfel geht.

Nach kurzer Wanderung wurden wir sehr herzlich bei den beiden Apfelprofis Zuhause begrüßt. Wir wurden in die Geheimnisse der Apfelkelterei eingeführt und lernten sehr viel über Äpfel. Wer hätte gedacht das es alleine in Deutschland über 4000 Apfelsorten gibt und diese sogar sehr lustige Namen haben.

So gibt es z.B. einen „Roten Krieger“, einen „Weißen Winterglockenapfel“, oder sogar eine „Schafsnase“ Unsere Naturforscher fanden das sehr lustig. 

 

 

 

Nachdem wir unsere Fragen gestellt hatten und sehr viel erfahren haben, durften wir sogar viele der Äpfel probieren.

Es waren sehr süße aber auch saure dabei. Einige schmeckten sogar nach Birne und Nuss.

 

Nach diesem Gaumenschmaus ging es schließlich zum Keltern. Die Naturforscher durften helfen die Äpfel zu waschen. Danach wurden die Äpfel von Herrn Lorenz mit einer Maschine zerkleinert und anschließend ausgepresst. Der gepresste Apfelmost schmeckte allen Kindern vorzüglich und es gab sogar einen Nachschlag.

 

Nachdem alle Fragen der Kinder beantwortet waren, ging es zurück in den Kindergarten, wo ausgiebig über das Erlebte gesprochen wurde.

Für die sehr fachliche und kindgerechte Führung möchten sich die Naturforscher noch einmal sehr herzlich bei Christoph und Noah Lorenz bedanken.


 

„Der Wald mit allen Sinnen“        

22.10.18

 

Frisch aus dem Wochenende kommend, machten sich die Naturforscher auf, den Wald auf eine ganz besondere Art zu „verschönern“.

 

Mit Bollerwagen, Getränken und selbstgemachter Bioknete wurde die Aktion „Waldgeister“ gestartet.

Mit Knete in unterschiedlichen Farben durften die Kinder lustige Waldgeister auf Baumstämme modellieren.

Es entstanden dabei sehr kreative Motive.

 

Gesammelte Eicheln, Bucheckern und Kastanien halfen, die Kunstwerke noch zu verschönern. Alle Naturforscher hatten einen riesen Spaß. Durch das aktive Handeln und selbständige Werken wurden viele Sinne der Kinder angesprochen und gefördert. Wir ertasteten die unterschiedlichen Baumrinden, konnten viele Gerüche wahrnehmen und fanden an manchen Stellen sogar heraus, wie der Wald schmeckt.

 

Mit vielen neuen und schönen Eindrücken kehrten die Naturforscher gegen Mittag im Kindergarten ein und erzählten den übrigen Kindern von ihren Abenteuern. 


 

"Expedition ins Wiesbüttmoor"         

Oktober 2018

 

Diesen Herbst stand ein besonderes Abenteuer für unsere Vorschulkinder auf dem Programm.

Eine Expedition in eines der letzten aktiven Moore des Spessarts.

 

Das Wiesbüttmoor, mit benachbarten Wiesbüttsee, ist ein ca. 2.000 Jahre altes Quellmoor in der Nähe von Wiesen. Es beherbergt eine einzigartige Fauna und Flora die so kaum noch im heimischen Spessart zu finden ist. Hier findet man unter anderem die seltene Kreuzotter, fleischfressende Pflanzen wie den Sonnentau oder das moortypische Wollgras. Diese spannende Landschaft galt es zu erforschen und zu entdecken.

 

Unterstützt wurden wir von der Seniorentagesstätte St. Hildegard aus Schöllkrippen, die uns den Senioren-Bus zur Verfügung stellten.

Dafür nochmals vielen Dank!

 

 

Die Wanderung fand an 3 aufeinander folgenden Tagen bei idealen Wetterbedingungen statt. Die Expeditionsstärke waren jeweils 6 Vorschulkinder mit 2 Erzieherinnen.

 

Im Moor angekommen erfuhren die Kinder historische Geschichten über den Wiesbüttsee und das Moor, hatten Spaß bei einer spannenden Moordurchquerung und wagten sich unter Aufsicht sogar an die morastigen Quellen im Moor.

 

Am Ende eines jeden Tages wurde zum Abschluss von der Vorschulgruppe ein Moorkönig und eine Moorkönigin gekürt.

 

Wir lernten in den 3 Tagen viele Tiere und Pflanzen kennen und bekamen ein Verständnis für die Daseinsberechtigung solcher Naturflecken. Trotz des ein oder andere nassen Sockens, waren alle Kinder mit Spaß und Interesse bei der Sache.

 

Der Kindergarten wird dieses besondere Erlebnis auch für das nächste Jahr in seinen Natur-Exkursions-Plan aufnehmen und hofft das die gewonnen Erfahrungen und Erlebnisse lange im Gedächtnis der Kinder bleiben werden.


 

 

„Die Woche der Tiere im Kiga“    

Oktober 2018
 

Die zweite Woche im Oktober war geprägt durch den Besuch diverser Tiere bei uns im Kindergarten. Im Rahmen unserer alljährlichen Moorexkursion ins Wiesbütmoor, eines der letzten intakten Hochmoore des Spessarts, brachten die Naturforscher einen großen amerikanischen Signalkrebs mit in den Kindergarten.

 

Wir hatten ihn gemeinsam mit einem Köcher gefangen. Natürlich mit Genehmigung des zuständigen Angelvereins.

 

Für seinen Kurzaufenthalt in unserer Naturgruppe, bezog der Krebs in einem großen Aquarium Quartier. Hier fühlte er sich sichtlich wohl.

Beim täglichen Morgenkreis sprachen wir über die Lebensweise der Krebse.

Was frisst so ein Tier?

Wie alt kann ein Krebs werden oder wie kommt ein amerikanischer Krebs zu uns in den Kahlgrund?

 

Bei einer dieser Vorstellungen behielt sich unser Krebs das Recht vor, unseren Heilerzieher Arne, kräftig in den Finger zu kneifen, was mit lautem Gelächter der Kinder quittiert wurde.

Nach getaner Öffentlichkeitsarbeit verabschiedeten wir unseren neuen Freund wieder in seinen ursprünglichen Lebensraum.

Vielleicht sieht man sich ja mal auf einer Wanderung wieder. Kurze Zeit später bekamen wir erneut Besuch.

 

Diesmal von einem stacheligen Waldbewohner.

Der Igel Ingo hatte von unserer Naturforschergruppe gehört und sagte den Kindern im Kindergarten kurz "Hallo!".

Da sich Igel im Herbst viel Speck anfressen müssen, um ihren Winterschlaf in der kalten Jahreszeit problemlos zu überstehen, brauchen sie viel Nahrung.

 

Die Naturforscher bauten daher dem Igel ein kuscheliges Nest und fütterten Ingo fleißig mit Katzenfutter, was dieser dankbar schmatzend annahm.

 

Auch der Igel Ingo besuchte die Kinder im Morgenkreis. Hier hatten die Kinder die Möglichkeit ihn aus nächster Nähe beobachten, Fragen zu stellen und viel über die Lebensweise dieser Tiere zu erfahren.

 

Mittlerweile lebt Ingo neben dem Komposthaufen auf dem Kindergartengelände und verrät seine Anwesenheit gelegentlich durch seine Fussspuren im Sandkasten.


 

Exkursion durch Wald & Wiese

 

Die kleinen Naturforscher/innen, diesmal aus dem roten Bereich, machten sich auf um die Schöllkrippener Hohle in der Nähe des Tennisplatzes zu erforschen.

 

Gleich zu Beginn stieg uns ein komischer Geruch in die Nase, den wir Naturforscher natürlich auf den Grund gehen mussten.

 

Wir entdeckten am Hang unter einem Wurzelstock einen Stinkmorchel. Marlene & Arne erklärten den Kindern, dass dieser ungenießbare Pilz diesen stinkenden Geruch verströmt, um Fliegen anzulocken um sich mit deren Hilfe vermehren zu können. Natürlich gab es für jedes Kind eine Geruchsprobe.

 

Der enge und teilweise dunkle Pfad durch die Hohle regte die Phantasie der Kinder an und man konnte fast die Räuber und Waldgeister im Unterholz erahnen und hören.

 

Zwischen den Wurzeln und Ästen fanden unsere Kinder allerlei Getier und Sehenswertes. So z.B. kleine Spinnen und Kellerasseln, die mit großem Interesse und ohne Angst auf die Hand genommen wurden.

 

Am Ausgang der Hohle erwartete uns wieder der Sonnenschein und wir durchquerten eine große natürliche Wiese, auf der das Zirpen der Grillen und Grashüpfer hörten.

Jetzt kam unsere mitgebrachte Becherlupe zum Einsatz. Schnell waren einige Insekten gefangen.

 

Darunter auch ein großes grünes Heupferdchen, was ausgiebig studiert und beobachtet wurde. Bei den Schmetterlingen hatten wir weniger Glück, sodass wir diese nur aus der Ferne bewundern konnten. Auf der Streuobstwiese kam es dann zu unserer verdienten Wanderpause, bei der ein alter Heuschober und ein Kletterbaum gute Dienste leisteten.

 

Mit guter Laune und vielen Eindrücken kehrten wir hungrig wie die Löwen zurück in unseren Kindergarten. Dort warteten bereits die anderen Kinder auf uns, die mit leuchtenden Augen unseren Geschichten vom Ausflug lauschten.