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Naturforscher 2019/2020

Das Wirtshaus im Spessart
Bei unseren Abenteuern kreuzt immer wieder ein magischer Ort unseren Weg. Das historische Wirtshaus „Zur Post“ in Schöllkrippen. Im Herzen des Spessarts gelegen, werden dort schon seit Jahrhunderten die Menschen aus Nah und Fern bewirtet. Wenn wir Naturforscher hungrig von unseren Abenteuertouren zurück in den Kindergarten laufen, kommen wir immer dort vorbei. Herrliche Gerüche von Schweinsbraten und Klösen oder leckeren Schnitzeln steigen uns immer in die Nase. Ein Fest für alle Sinne. Eine neue Idee war daher schnell geboren. Wir lassen unser Mittagessen im Kindergarten ausfallen und kehren wie die Erwachsenen zum Essen in die Wirtschaft ein. Ein super Plan, aber wie sollen wir ohne Geld unser Essen bezahlen? Ein Überfall kam natürlich nicht in Frage, wir sind schließlich ehrbare Naturforscher. Aber wie wäre es mit einem Tauschgeschäft? Gesagt getan. Unterwegs im Feld sammelte jedes Kind eine dicke goldbraune Kastanie um sie als Tauschmittel einzusetzen. Die Früchte waren schnell gefunden und so standen wir Naturforscher voller Hoffnung vor der Tür der Familie Feichtinger. Es klappte tatsächlich. Die Wirtin packte unsere wertvollen Kastanien in einen kleinen Korb und kam kurze Zeit später mit 3 großen Schüsseln Pommes, Ketchup & Majo zurück. Der Tauschhandel war perfekt. Was für ein Festessen. Mit vollen Bäuchen und guter Laune ging es zurück in den Kindergarten.   


 

Drachenjagd im Spessart

In der Gemeindebücherei haben wir vor einiger Zeit ein Buch über alte Sagen und Mythen ausgeliehen. Wir lauschten den spannenden Geschichten von Rittern und Drachen, hörten Geschichten von Artus und den Rittern der Tafelrunde, schönen Burgfräuleins und mächtigen Zauberern.

Wir Naturforscher stellten uns nun die Frage, ob es solche Geschichten auch bei uns im Spessart gab, oder vielleicht sogar noch heute gibt.

Wir packten unsere Sachen und begaben uns wieder einmal auf große Entdeckungstour. Es galt, den letzten wilden Drachen des Spessarts zu finden.

Zwischen Feldern und einem kleinen Waldstück war es dann soweit. Ein großer Schatten zwischen den Bäumen und ein wildes Fauchen war zu hören.

 Wir hatten tatsächlich den letzten wilden Drachen im Spessart gefunden.

 Er hatte es wohl auf unser mitgebrachtes Vesper abgesehen und drehte große Kreise über unseren Köpfen.

Mutig und ohne Angst lockten wir den Drachen mit Möhren und Gurken zu uns an den Frühstücksplatz. Anfangs traute der Drache uns nicht, aber nach kurzer Zeit schlossen wir Freundschaft.

Wir Naturforscher hatten es tatsächlich geschafft, den letzten wilden Drachen zu zähmen und einen neuen großen Freund zu finden.



 

Was ist denn ein Physiotherapeut?

 

Bei jeder unserer Wanderungen sind ja Marlén und Arne mit von der Partie. Unseren beiden Erwachsenen zeigen wir die Naturforscher-Lieblingsecken und bringen Ihnen viel über Fauna & Flora bei. Dabei machen wir häufig den ganzen Kahlgrund unsicher.

Bei unserer heutigen Exkursion ist es dann passiert. Arne machte schlapp und konnte uns kaum noch folgen.

Hilfe musste herbei und zwar schnell. Wir wollten ja schließlich rechtzeitig zum Mittagessen im Kindergarten sein.

Ganz zufällig waren wir gerade in Schneppenbach unterwegs und sahen ein Schild mit der Aufschrift „Praxis für Physiotherapie Anja Eiche Lorenz“.

Was für ein schwieriges Wort, aber vielleicht kann uns Anja mit unserem Patienten helfen? Kurzerhand stürmten wir die Praxis und verfrachteten Arne auf eine freie Liege. Wir waren goldrichtig. Anja und wir Naturforscher machten unser Sorgenkind in Null Komma Nichts wieder fit.

Dabei kam der Spaß natürlich nicht zu kurz.

So eine Praxis ist schon eine interessante Sache. Wir lernten LORENZ das Skelett kennen und erfuhren viel über den menschlichen Körper, haben mit einem Stethoskop unseren Herzen gelauscht und durften viele tolle Sachen in der Praxis kennenlernen.

Topfit und mit vielen neuen Eindrücken kehrten wir pünktlich zum Mittagessen im Kindergarten ein.

 

Vielen Dank an Anja Eiche Lorenz für den sehr interessanten Einblick in ihre Berufswelt. Wir kommen gerne einmal wieder.


 

Der Räuberplatz im Ahornwald

Bei den Spessarträubern auf dem Räuberplatz waren wir Naturforscher schon lange nicht mehr. Vielleicht ist die wilde Bande schon weitergezogen und der geheime Platz im Ahornwald leer und verwaist?

Ausgestattet mit Matchhosen und festem Schuhwerk ging es also auf Tour, um diesen wichtigen Fragen auf den Grund zu gehen. Vorsichtig und sehr leise näherten wir uns dem geheimen Platz mitten im Spessart. Nichts war zu hören. Kein Knacken oder das Rufen eines Vogels. Die Räuber hatten tatsächlich Ihr Hauptquartier aufgegeben und waren weitergezogen.

Was für ein Glück für uns Naturforscher. Mit Knete bewaffnet, modellierten wir lustige Figuren an die Baumstämme, um diesen Platz als den neuen Platz der Naturforscher zu markieren.

Jetzt waren wir hier die Chefs.

Das musste natürlich gefeiert werden. Unser mitgebrachter Tee und die Brote schmeckten köstlich, und das anschließende Rutschen und Toben auf unserem Räuberplatz waren eine Riesengaudi.

Beim Mittagessen im Kindergarten erzählten wir den anderen Kindern von unserem Abenteuer.

Alle sind schon sehr gespannt, unseren Räuberplatz bald selber einmal kennen zu lernen.


 

Im Reich der Zwerge und Berggeister

Das heutige Ziel der Naturforscher liegt tief unter der Erde. Das alte Kupferbergwerk Wilhelmine in Sommerkahl öffnete seine Tore, um uns Kindern das Innere des Berges zu zeigen. Enge dunkle Gänge und Stollen führen dort tief unter die Erde. Keine Tour für Angsthasen.

 An der Mine angekommen, begrüßte uns Frau Popp vom Bergwerksverein und rüstete uns mit Helmen und Taschenlampen aus. Wir sahen aus wie richtige Höhlenforscher und starteten stolz ins Abenteuer. Vorbei an seltenen Kristallen und bunten Steinen, ging es immer tiefer in den Berg. Wir konnten sehen, mit welchen Werkzeugen die Bergmänner früher arbeiteten und wie das Kupfer nach draußen befördert wurde. Einige von uns durften sogar selbst Hand anlegen und den „Hund“ eine Art Lore eine kurze Strecke ziehen.

Was muss das damals bei Dunkelheit und Kälte eine Knochenarbeit gewesen sein. Gut, dass wir Naturforscher im Kindergarten den Tag über spielen und toben können.

Fledermäuse, die „Kleinen Mauseohren“ haben wir leider keine gesehen, dafür durften wir aber am Ende der Tour eine Mutprobe bestehen. Ziel war es, einen langen dunklen Stollen ganz ohne Lampen und natürlich alleine entlang zu laufen. Eine spannende Aufgabe, die wir alle meisterten.

Wieder im Tageslicht angekommen waren wir aber dann doch froh, keine Zwerge und Berggeister getroffen zu haben.

Für den tollen Ausflug bedanken wir uns recht herzlich beim Kupferbergwerk Grube Wilhelmine Sommerkahl 2000 E.V. und freuen uns schon auf den nächsten Besuch im Bergwerk.


 

Auf der Suche nach dem verlorenen Schatz.

Alte Artefakte, Goldmünzen oder Gegenstände aus vergangenen Tagen, geheimnisvolle Schätze gibt es nicht nur in spannenden Büchern oder in Abenteuerfilmen. Wir Naturforscher machten uns heute auf, unserem eigenen Goldschatz aus dem Kahlgrund zu bergen. Der Bollerwagen war schnell gepackt. Schaufeln und Spaten, Metalldetektor und Eimer wurden verstaut und ab ging es auf ins freie Feld zum Buddeln.

Schon nach kurzer Zeit schlug unser Detektor mit einem lautem Piepton an. Silbermünzen oder vielleicht ein Goldbarren, was würden wir jetzt gleich an´s Tageslicht befördern? Goldgräberstimmung bei den Naturforschern, was für ein Spaß.

Leider entpuppten sich unsere Goldbarren eins ums andere mal als verrostete Nägel und Metallteile, die wir aber alle einsammelten und als unseren persönlichen Naturforscherschatz mit in die Kita nahmen.Kurz vor dem Mittagessen war es aber dann doch soweit.

 

Der Ackerboden gab die ersten Goldmünzen frei.

Umso besser, dass diese besonderen Münzen auch noch prima nach Schokolade schmeckten.Zufrieden und reich an archäologischer Erfahrung ging es wieder zurück in den Kindergarten.

Das nächste Abenteuer wartet bestimmt schon auf uns.


 

Angeln im schönen Kahlgrund.

Was gibt es heute zum Mittagessen, und wo kommt unser Essen eigentlich her? Diese Frage haben wir uns Naturforscher schon öfters gestellt und dieses Rätsel musste unbedingt auf den Grund gegangen werden. Harald Staab hörte von unserem Plan und lud uns Kinder spontan zu sich an den Teich bei Kleinkahl ein. Dort würde für uns Naturforscher eine Überraschung warten. Unsere Spannung und Vorfreunde war natürlich riesengroß. Die Sozialstation in Schöllkrippen stellte uns wieder einmal ihren Bus zur Verfügung und so stand unserem Abenteuer nicht mehr im Wege. Am Teich angekommen wurden wir von Harald & Emmi seiner Rauhhaardackeldame begrüßt und alle Kinder wurden über den Ablauf des Tages informiert. Harald hatte eine prima Idee. Er hatte seine Angel dabei und wollte mit uns zusammen frische Forellen fangen. Gesagt getan. Es dauerte nicht lange, da hing auch schon der erste Fisch an unserer Angel. Mit vereinten Kräften zogen wir ihn an Land und schauten zu, wie der Fisch von den Erwachsenen zum Essen vorbereitet wurde. Wir Naturforscher waren nämlich nicht nur zum Angeln am Teich.

Unsere Beute wurde gleich an Ort und Stelle auf dem Grill gebraten und mit Brot und mitgebrachten Salat verspeist. Was für ein Festessen für uns. Die selbstgefangenen Fische schmeckten uns hervorragend und nach kurzer Zeit lagen alle Kinder zufrieden und satt im Gras.  Bevor es wieder zurück in den Kindergarten ging, fingen wir noch schnell ein paar Krebse. Mit selbstgebauten Angeln, einer Schnur und einer Scheibe Salami lockten wir die Krebse an und zogen sie mitsamt der Wurst aus dem Wasser. Die großen Scheren waren schon sehr imposant. Nachdem alle Tiere wieder im Teich verschwunden waren, bedankten wir uns noch bei Harald und Emmi für dieses tolle Abenteuer und fuhren zurück in den Kindergarten.

Vielen Dank an den Angelverein Brücken, Harald Staab und der Sozialstation Schöllkrippen für Ihre Unterstützung an diesem Projekt


 

Mit dem Bus nach Schneppenbach

 

Erdbeerernte auf dem Rohrgrundhof


Felix vom Rohrgrundhof haben wir Naturforscher schon öfters mit seinem Traktor im Feld getroffen. Als wir ihn das letzte mal sahen, lud er uns auf seinen Hof nach Schneppenbach ein. Die Erdbeeren seien seif und warten nur darauf von uns geerntet zu werden. Ein neues Abenteuer konnte beginnen. Gleich nach dem Frühstück nahmen wir Naturforscher den Bus nach Schneppenbach, sagten kurz unseren Freunden vom dortigen Kiga guten Morgen und standen voller Tatendrang bei Familie Pfaff auf dem Rohrgrundhof.

Auf dem Rohrgrundhof bei Felix

Die Erdbeeren leuchteten schon von weitem und schmeckten uns sehr. Frisch vom Feld in den Bauch, was für ein Spaß. Natürlich dachten wir auch an unsere Kinder im Kindergarten. Wir durften uns jeder ein Körbchen mit Erdbeeren mit nach Hause nehmen und pflückten was das Zeug hielt. Für die kommende Apfelernte haben wir uns natürlich schon angemeldet und freuen uns schon sehr darauf.

 

Vielen Dank Familie Pfaff vom Rohrgrundhof für dieses wohlschmeckende süße Abenteuer.


 

Vom Laich zum Frosch

 

Auf einem unserer Expeditionen machten wir am Teich in Kleinkahl halt. Eine helle glibberige Masse im Wasser war uns aufgefallen und musste näher untersucht werden. Große Klumpen und lange Fäden mit kleinen Eiern waren überall im Wasser zu finden. Wir nahmen vorsichtig eine kleine Menge des Glibbers mit in den Kindergarten und füllten es in unser Aquarium. Jeden Tag schauten wir Naturforscher nun wie sich die mysteriöse Masse veränderte. Die Eier wurde immer größer,  bewegte sich  irgendwann und kleine Schwänzchen fing überall an zu wachsen. Nach einiger Zeit waren sogar Arme und Beine zu sehen. Eine sehr spannende Geschichte die wir über mehrere Wochen beobachten konnten. Wir hatten kleine Frösche großgezogen, um die wir uns liebevoll kümmerten.

Solange bis sie schließlich fertig entwickelt waren und in die Freiheit entlassen werden konnten. Jeder von uns Naturforschern nahm am Teich einen kleinen Frosch auf die Hand, gab ihm einen Namen und ließ sein Patenkind zurück in seinen natürlichen Lebensraum. Wenn wir nun am Teich vorbeikommen treffen wir immer wieder unsere kleinen Frösche und denken an diese spannende Zeit zurück.